Bestattermeister ist Qualitätssiegel

Das plötzliche Ableben eines geliebten Menschen bringt für die Hinterbliebenen nicht nur Abschiedsschmerz und Trauer, oft werden sie zum ersten Mal mit dem Thema Tod konfrontiert. In vielen Fällen nehmen sie in diesem Zusammenhang auch erstmals Kontakt mit einem Bestatter auf.

Ratgeber – Für eine ausführliche Prüfung verschiedener Angebote fehlt den meisten trauernden Angehörigen hier Zeit und Ruhe. Aber auch, wer sich rechtzeitig um seine eigene würdige Beisetzung kümmern will, muss sich irgendwann für ein Bestattungsinstitut seiner Wahl entscheiden.

Hierbei ist es nach Ansicht von Hermann Hubing, Geschäftsführer des DIB Deutschen Instituts für Bestattungskultur, wichtig, auf die Qualität und Transparenz der Angebote zu achten. „Es kostet sicher einige Überwindung, vor allem im Angesicht eines gerade erlittenen Verlustes, mit kühlem Kopf Preise und Leistungen zu vergleichen. Dies ist aber allemal besser, als sich im Nachhinein zu ärgern.“ Dies kommt nach Einschätzung des DIB-Geschäftsführers noch zu oft vor, insbesondere, wenn die Gesamtkosten am Ende höher ausfallen oder bestimmte Leistungen nicht so erbracht wurden wie vorher vereinbart.

Aus diesem Grunde setzt sich das DIB kompromisslos für Transparenz und Qualitätssicherung im Bestatterhandwerk ein. Dies geschieht einerseits durch Weiterbildung und Zertifizierung von Bestattern, in etwa durch das Qualitätszeichen „Qualifizierter Fachbetrieb im Bestattungshandwerk“, oder die Weiterbildung zum „Geprüften Bestatter“, vor allem aber durch das Engagement für die Pflicht zum Bestattermeister. „Meisterbetriebe im Bestatterhandwerk gibt es inzwischen eine ganze Reihe. Wir wollen aber erreichen, dass für Bestatter, so wie in anderen Handwerken auch, eine verbindliche Meisterpflicht eingeführt wird“, erläutert Hubing.

Im Moment sei die Berufsbezeichnung nicht geschützt und im Grunde können jeder, der wollte, Bestattungsdienstleistungen anbieten. Dabei müssen nach Ansicht des DIB Trauernde, die ohnehin schon mit dem Verlust eines Familienangehörigen zu kämpfen hätten, sich darauf verlassen können, dass der Bestatter ihrer Wahl die hohen Anforderungen an Produkt-, Beratungs- und Dienstleistungsqualität erfüllt, die man zu Recht an einen würdigen Abschied von einem geliebten Menschen erhebt. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel

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