Viersen verabschiedet sich von „Tappi“ in tiefer Trauer

In den sozialen Netzwerken verbreitet sich die Welle der Beileidsbekundungen seit gestern Abend unaufhörlich. Die Nachricht so unfassbar wie unbegreiflich: Mit Tappi hat Viersen ein Urgestein verloren.
Von RS-Redakteur Martin Häming

Viersen – Gerade einmal 52 Jahre wurde der weit über Viersen hinaus bekannte Musiker und Veranstalter Christoph „Tappi“ Tappesser, der gestern unerwartet verstorben war.

Rocktage 2021 Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Umstände sind bisher nicht bekannt, Nachbarn hatten einen Notarztwagen vorfahren sehen. Sein Tod ruft eine tiefe Trauer nicht nur in Viersen hervor, war der Frontmann der Band Ranzig doch weit über die Region bekannt.

Und eigentlich schien alles normal, so scherzte ich noch an der Kulturbühne in der vergangenen Woche mit ihm, wo er nicht nur im Biergarten charmant hinter der Theke stand. Ebenfalls an den Viersener Rocktagen hatte er erneut gekonnt mit Hand angelegt. Von seinen grandiosen Veranstaltungen bei Eier mit Speck oder in der Rockschicht gar nicht zu sprechen.

EMS2019 Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Band Elfmorgen brachte es in einem Facebookpost auf den Punkt: „Die Nachricht hat uns heute morgen hart getroffen! Vor ein paar Tagen saßen wir noch zusammen und haben auf ein wundervolles Konzert mehrmals angestoßen! Wir haben Dir so viele schöne Momente in Viersen zu verdanken, du hast uns damals mit Viersen verkuppelt und wir lieben uns noch wie am ersten Tag! Tappi, du warst ein super Typ, immer herzlich, immer nett und du hattest immer einen messerscharfen Spruch parat! Wir sind so dankbar, das wir noch einmal gemeinsam mit Dir und Budda auf einer Bühne stehen durften! Wir tragen dich im Herzen! Unsere Gedanken sind jetzt bei deiner Familie und Freunden, Schnucki, Budda und der ganze Rockschicht und EIER MIT SPECK Crew..!
Fühlt Euch von Herzen gedrückt! Und Tappi, da wo du jetzt bist, wirst du dein Umfeld mit Liebe und Freude beglücken!“

Für sein kulturelle Engagement erhielt der 52-Jährige zurecht die bronzene Stadtplakette. Tappi war ein echtes Vierscher Kind und Urgestein. Er ging auf das Albertus-Magnus-Gymnasium, machte eine Lehre als Autoschlosser, arbeitete in einer Boutique und in der Pflege. Ein echter Tausendsassa, dem ich nur hinterherschreien kann: Pass da oben gut auf dich auf, wir werden dich furchtbar vermissen. (mh)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.